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Informationen

Kfz Gutachterbüro Huth

Schildeckstr. 25

78665 Frittlingen

 

Tel.: 07426 4203949

 

Mob.: 015156688964

 

Fax.: 07426 4200483

 

Email.: info@kfz-gutachter-huth.de

Web.: www.kfz-gutachter-huth.de

 

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Sie hatten einen Unfall? Sind nicht Schuld? Handeln Sie jetzt richtig!

 

Natürlich wünschen wir Ihnen in erster Linie immer eine gute, angenehme und vor allem sichere Fahrt mit Ihrem Fahrzeug. Sollte es doch einmal zu einem Unfall kommen möchten wir Ihnen hier einen kleinen Leitfaden geben was zu beachten ist.

 

  • Im Haftpflichtfall haben sie die freie Wahl eines Sachverständigen ihres Vertrauens, denken Sie daran, oft wird Ihnen von der Gegnerischen Versicherung angeboten, dass diese Ihnen einen Sachverständigen sendet. Überlegen Sie gut ob Sie dieses Angebot wahrnehmen wollen, oft ist es so, dass sich später erst herausstellt, dass nicht alle Schadenrelevanten Faktoren berücksichtigt wurden, nach dem Motto: Wessen Brot ich esse, dessen Lied ich singe!

  • Gleiches gilt für die Beauftragung eines Rechtsanwaltes der die Schadenabwicklung für Sie übernimmt. Der Gesetzgeber hat hier den Umstand berücksichtigt, dass nicht jeder Kraftfahrzeugführer mit den gesetzlichen Regelungen im Schadensrecht zurecht kommt. Ein Rechtsanwalt, am besten ein Fachanwalt für Verkehrsrecht, verhilft Ihnen zu Ihrem Recht und setzt Ihre Rechtskonformen Ansprüche für Sie durch. Die Kosten werden von der Gegnerischen Versicherung übernommen.

 

  • Sie haben die Freie wahl der Reparaturwerkstatt, niemand kann Ihnen vorschreiben wo Sie Ihr Fahrzeug instandsetzen lassen.

 

  • Sie haben das Recht auf einen Mietwagen während der Dauer der Reparatur oder während der Ersatzbeschafung eines Fahrzeugs (in der Regel sind dies ca. 14 Tage) oder auf eine Nutzungsausfallentschädigung.

 

  • Unter bestimmten Bedingungen ist es auch möglich das Fahrzeug bis zu 30% über dem Wiederbeschaffungswert zu reparieren.

 

 

Wichtige Fragen die Sie sich im Schadensfall stellen sollten

 

  • Welche Ansprüche stehen mir überhaupt zu ?

 

  • Ist es Sinnvoll einen Sachverständigen der regulierenden Versicherung mein Fahrzeug begutachten zu lassen?

 

  • Soll ich auf das Angebot der Versicherung eingehen?

 

Oftmals wird versucht den Geschädigten zu schnellen Handeln zu bewegen, hierdurch können Ihnen als Geschädigter jedoch enorme Nachteile entstehen die sich im Nachgang nur schwer rückgängig machen lassen. Leider wenden viele Versicherer mittlerweile ein sogenanntes Schadensmanagement an. Ziel ist es den Geschädigten davon zu überzeugen das die Regulierungspflichtige Versicherung alles tut um Schaden für den Geschädigten so unproblematisch wie möglich abzuwickeln. Allerdings werden hier oftmals die berechtigten Ansprüche des Geschädigten nur teilweise oder gar nicht reguliert.

 

Wenn Sie bei den oben aufgeführten Fragen Zweifel haben, empfehle ich Ihnen einen Rechtsanwalt für Verkehrsrecht zu konsultieren und einen freien unabhängigen Sachverständigen Ihrer Wahl zu beauftragen!

Fragen Sie beide ob Sie Kooperrationsverträge mit Versicherungen haben, falls dies bestätigt wird überdenken sie Ihre Entscheidung, es geht um Ihre Ansprüche!

 

 

Wichtige Dinge die Sie an der Unfallstelle tun sollten

 

  • Unfallstelle absichern
  • Verletzten, Erste Hilfe leisten
  • Notruf absetzen falls erforderlich
  • Notieren sie sich Name und Adresse von eventuellen Zeugen
  • Polizei verständigen, auch wenn es so aussieht als sei nicht viel passiert!
  • Unfallbericht ausfüllen, falls vorhanden
  • Kennzeichen des Unfallgegners aufschreiben, eventuell die Nationalität des beteiligten Fahrzeugs aufschreiben
  • Bei Ausländischen Unfallgegnern die Grüne Karte sicherstellen, ggf. durch die Polizei
  • Ort, Datum, Uhrzeit des Unfallgeschehens notieren
  • Fragen sie den Unfallgegner nach seiner Versicherung / Versicherungsnummer

 

 

 

Häufig verwendete Begriffe im Schadenfall:

 

 

Wiederbeschaffungswert:

 

Bezeichnet den Wert Ihres Fahrzeugs, unmittelbar vor dem Schadenereignis. Das heißt, der Sachverständige ermittelt den Wert (Euro) für ein gleichwertiges Fahrzeug, mit vergleichbarer Ausstattung, Kilometerleistung, Besitzeranzahl, und allen Faktoren, wie zum Beispiel, Fahrzeugzustand, Pflegezustand (Wartungsheft), HU, Sonderausstattung, Vor- und Altschäden individuell nach den Wertbeinflussenden Faktoren Ihres Fahrzeugs. Der Wiederbeschaffungswert wird vornehmlich im Regionalen Raum des Geschädigten ermittelt, das sind in der Regel ca. 50 bis 200 Kilometer im Umkreis des Geschädigten maximal. Hierbei kommt es auf darauf an, um was für ein Fahrzeug es sich handelt. Ein Massenfahrzeug, z. B. VW Golf wird sicherlich leichter am Regionalen Markt zu finden sein, wie ein Exot, z. B. Jaguar X-Type. Bei solchen Fahrzeugen wird die Suche auch dementsprechend ausgeweitet.

 

Restwert:

 

Dieser Wert wird vom Sachverständigen ebenfalls am Regionalen Markt ermittelt. Die Ermittlung des Restwertes und die höhenmäßige Gestaltung des Restwertes (Euro) unterliegt Einflussgrößen wie der Marktgängigkeit des Fahrzeuges, die Zerstörung (Art u. Umfang der Beschädigung), den Reparaturmöglichkeiten, sowie dem Wert des Fahrzeuges vor dem Schaden, dem Markt für den Wert unbeschädigter Teile u. Aggregate, z. B. Motor/Getriebe/verwertbare Ausstattung, und dem Markt für das beschädigte Gesamtfahrzeug.Oft werden von den regulierungspflichtigen Versicherungen, Restwertangebote nach der Gutachtenerstellung vorgelegt, die einen weitaus höheren Restwert ausweisen. Ob diese Angebote tatsächlich relevant sind, sollte auf jeden Fall geprüft werden, es kommt immer wieder vor das die genannten Restwertaufkäufer garnicht an der angegebenen Adresse Ihren Sitz haben, meist ist das an den Kontaktdaten zu erkennen, da sind dann Sonderrufnummern angeführt oder Rufnummern die nicht dem regionalen Raum entsprechen.

Wenn Sie Ihr verunfalltes Fahrzeug bereits verkauft haben, kann die Versicherung nicht auf das nachgereichte Angebot bestehen.In diesen Fällen sollten Sie sich an einen Verkehrsrechtsanwalt wenden.

 

Schadenminderungspflicht:

 

Als Unfallgeschädigter und Anspruchsteller haben Sie eine sogenannte Schadensminimierungspflicht, d.h. Sie als Unfallgeschädigter haben die Verpflichtung, den Schaden so gering wie möglich zu halten bzw. abzuwenden, selbst wenn Sie nicht schuld am Unfall sind. Das heißt aber nicht dass Sie dazu verpflichtet sind den Schaden unsachgemäß, möglichst billig Reparieren zu lassen.

 

 

Um Ihnen Nachteile, z. B. durch Unwissenheit, zu ersparen, entscheiden Sie sich am besten für die Einschaltung eines Fachanwaltes für Verkehrsrecht. So können Sie sich Sicher sein dass Sie nicht gegen die Schadenminderungspflicht verstoßen. Die anfallenden Kosten für den Rechtsanwalt sind von der gegnerischen Versicherung zu tragen, wenn Sie als Geschädigter nicht Schuld am Verkehrsunfall sind. Dies wird ebenfalls im BGB geregelt!

 

Nutzungsausfallentschädigung:

 

Bei einen Unfall wird Ihr Fahrzeug derart stark Beschädigt, dass es für eine bestimmte Zeit nicht nutzbar ist, obwohl Sie es gerne nutzen würden und könnten, steht Ihnen eine Nutzungsausfallentschädigung zu.

Wenn Sie nach einem Unfall keinen Mietwagen in Anspruch nehmen, können Sie während der Reparaturdauer bzw. Wiederbeschaffungsdauer für Ihr Fahrzeug eine Nutzungsausfallentschädigung in Anspruch nehmen. Diesen Anspruch auf Nutzungsausfallentschädigung können Sie geltend machen, wenn Ihr Fahrzeug nicht mehr fahrfähig (nicht mehr verkehrssicher) ist oder an Ihrem Kfz ein Totalschaden entstanden ist. Die Höhe der Nutzungsausfallentschädigung wird vom Sachverständigen ermittelt.

 

Wirtschaftlicher Totalschaden:

 

Ein wirtschaftlicher Totalschaden tritt dann ein, wenn die Gesamtsumme der Reparatur, die Differenz der Summe zwischen Wiederbeschaffungswert minus Restwert übersteigt.

 

Totalschaden:

 

Von einem Totalschaden ist dann die Rede, wenn die ordnungsgemäße Reparatur des beschädigten Fahrzeuges entweder unwirtschaftlich ist, oder nicht möglich ist. Der Totalschaden tritt dann ein, wenn die kalkulierten Reparaturkosten zuzüglich der gegebenenfalls entstehenden Wertminderung den Wiederbeschaffungswert erreichen oder gar übertreffen.

 

Wertminderung:

 

Technische Wertminderung

 

Von einer technischen Wertminderung wird gesprochen, wenn z.B. durch die Reparatur/ Wiederherstellung die vom Hersteller garantierten Eigenschaften nicht wieder erlangt werden. Beispielsweise bei einem Lkw wird der Fahrzeugrahmen Reparaturbedingt weiteren Rahmenträgern verstärkt, mindert sich dadurch die Nutzlast des Lkw, somit entsteht ein technischer Minderwert. Heutzutage ist, durch die Modernen Reparaturmethoden, der technische Minderwert fast gänzlich zu vernachlässigen und nur noch selten anzuwenden.

 

Merkantiler Minderwert

 

Merkantile Wertminderung bedeutet beim Auto-Unfallschaden, der Wert Ihres Fahrzeuges am örtlichen Markt hat sich durch den Unfallschaden (nach erfolgter Reparatur) verringert. Der merkantile Minderwert ist eine Wertminderung des Fahrzeuges, der beispielsweise auch nach einer unfallbedingten Reparatur dadurch entsteht, dass Ihr Fahrzeug nicht mehr in den Zustand hergestellt werden kann, den es vor dem Unfallereignis hatte. Wichtig ist zu wissen, dass es bei der merkantilen Wertminderung nicht darauf an kommt, dass die tatsächlichen Schäden komplett beseitigt worden sind, auch wenn Ihr Unfallfahrzeug nicht repariert wird, steht Ihnen die merkantile Wertminderung zu. Der Hintergrund dieser Betrachtungsweise ist die Tatsache: Zwei absolut identische Fahrzeuge, mit gleicher Kilometerleistung und Ausstattung erzielen unterschiedliche Preise am Markt nur aufgrund der Tatsache, dass das eine unfallfrei ist und das andere zuvor unfallbeschädigt war. Die Differenz beider Fahrzeuge spiegelt sich in der merkantilen Wertminderung wider.

Die Ermittlung zur Höhe der Wertminderung übernimmt Ihr Sachverständiger. Leider verwenden immer noch sehr viele Sachverständige, die in den 60er Jahren nach BGH-Urteil, erstellte Regel, als Faustformel: Wertminderung bei Fahrzeugen nur bis maximal 100.000 km und nicht älter als 5 Jahre! Diese Faustformel kann beim heutigen technischen Stand der Fahrzeuge und der Lebensdauer von weit mehr als 10 Jahren und möglichen Kilometerleistung von jenseits der 400000 Km-Marke, als überholt angesehen werden. Dass diese Regel überholt ist, wollen viele Versicherer nicht hören, jedoch gibt es bereits viele Urteile, der höheren Gerichte, die sich dieser Tatsache bewusst sind.

 

Vorschäden:

 

Als Vorschäden werden bereits behobene Schäden am gegenständlichen Fahrzeug bezeichnet. Dabei kommt es nicht darauf an ob der Vorschaden Augenscheinlich bemerkbar ist, sondern einzig und allein auf sein vorhanden sein. Die Angabe eines Vorschadens am Fahrzeug ist seitens des Fahrzeughalters zwingend erforderlich, da hierdurch verschiedene Faktoren bei der Gutachtenerstellung beeinflusst werden. Werden solche Angaben wissentlich verschwiegen, kann dies zur Unbrauchbarkeit des nun Schadenrelevanten Gutachten führen.

 

Altschäden:

 

Als Altschäden bezeichnet man Schäden die noch nicht instandgesetzt wurden und mit dem vorliegenden Schadenereignis nicht in Zusammenhang stehen. Auch diese Schäden sind bei der Gutachtenerstellung anzugeben und haben Einfluss auf diverse Faktoren der Schadenfeststellung.

Wertverbesserung:

Von einer Wertverbesserung wird gesprochen wenn durch die schadenbedingte Reparatur ein höherer Wert des Fahrzeugs wie vor dem Schadenereignis entsteht. Beispiel: Die vordere rechte Tür hat eine größere Delle die nicht aus dem Schadenereignis stammt. Bei dem gegenständlichen Schaden wurde die Tür weiter beschädigt. Hier ist nun vom Sachverständigen abzugrenzen wie hoch der vormalige Schaden beziffert werden kann und ist von den Kosten der Reparatur abzuziehen. Oftmals ist es aber auch möglich dass sich die Wetterbesserung mit einer eventuell anfallenden Wertminderung aufhebt, dies ist immer vom Sachverständigen zu prüfen und entsprechend zu dokumentieren.

 

Vergleichskontrollrechnung:

 

Abgrenzung Totalschaden - Reparaturschaden

 

Oftmals wird angenommen, dass es auf die Restwerthöhe dann nicht ankommt, wenn die Reparaturkosten die Grenze von 70 % des Wiederbeschaffungswerts des beschädigten Fahrzeugs nicht erreichen. Es handelt sich dann keineswegs um einen wirtschaftlichen Totalschaden. Daher ist in diesen Fällen auch ein höheres Restwertangebot der gegnerischen Versicherung nicht zu beachten und der Gutachter muss überhaupt keinen Restwert feststellen.

 

Dem gegenüber wird in der Rechtsprechung - auch des Bundesgerichtshofes - die zutreffende Ansicht vertreten, dass unabhängig von der 70-%-Grenze, ein wirtschaftlicher Totalschaden immer dann vorliegt, wenn die Differenz zwischen dem Wiederbeschaffungswert und dem Restwert einen niedrigeren Betrag als die Reparaturkosten ergibt. Eine sachverständige Restwertfeststellung ist daher in jedem Fall erforderlich, um überhaupt eine Vergleichskontrollrechnung vornehmen zu können.

 

130%-Grenze:

 

Bei noch nicht allzu alten und noch werthaltigen Fahrzeugen ergibt ein Vergleich von Wiederbeschaffungswert abzüglich Restwert einerseits und erforderlichen Reparaturkosten andererseits manchmal, dass eigentlich ein sogenannter wirtschaftlicher Totalschaden vorliegt. Die Berechnung hat jeweils mit Bruttowerten - also inkl. Mehrwertsteuer - zu erfolgen.

 

Um aber einen berechtigten Wunsch des Eigentümers nach Erhalt und Reparatur des ihm vertrauten Fahrzeugs nachzukommen (sog. Integritätsinteresse), gestattet die Rechtsprechung die Durchführung einer Reparatur bis zu einer Höhe von 130 % des Wiederbeschaffungswerts (ohne Abzug des Restwerts).

Jedoch muss der der Fahrzeugeigentümer hier einiges beachten: Will er das Fahrzeug weiternutzen, weil hier ein besonderes Interesse besteht? z.B. Es handelt sich um eine/n älteren Menschen der sich an das Fahrzeug gewöhnt hat und sich nicht zumutet ein anderes Fahrzeug zu bedienen, kann er die 130%-Regelung in Anspruch nehmen. Bedingung ist jedoch das er das Fahrzeug mindestens weitere 6 Monate nutzt und das Fahrzeug Sach- und Fachgerecht Repariert wird um die Verkehrs- und Betriebssicherheit wieder hergestellt wird.

Oftmals gibt es hier Streit mit der Schadenregulierenden Versicherung, so das ein Rechtsbeistand zwingend erforderlich wird.

 

Verbringungskosten:

 

Verbringungskosten fallen an, falls der Kfz- Betrieb im Rahmen der Reparaturdurchführung das Fahrzeug beispielweise in eine Lackiererei oder in einen Karosseriebetrieb verbringt. Derartige Kosten können auch dann geltend gemacht werden, falls Transportaufwendungen innerhalb des Betriebes, z. B. bei mehreren Filialen des Betriebs, entstehen.

In vielen Fällen hat der Geschädigte auch bei fiktiver Abrechnung Anspruch auf Erstattung der Verbringungskosten. Ob die Verbringungskosten auch in diesen Fällen zu erstatten sind, hängt maßgeblich von den entsprechenden regionalen Vertragswerkstätten, wenn bei konkreter Abrechnung tatsächlich Verbringungskosten anfallen würden, sowie von der örtlichen Rechtsprechung ab- Letztere ist jedoch uneinheitlich.

 

UPE- Aufschläge:

 

Bei UPE- Aufschlägen handelt es sich um Aufschläge für Ersatzteile auf die unverbindlichen Preisempfehlungen der Hersteller. Diese Aufschläge sind branchenüblich, beispielweise auf Grund des konkreten Beschaffungsaufwandes oder auf Grund der Lagerhaltung.

Wird ein Fahrzeug in Stand gesetzt und eine Reparatur-Rechnung vorgelegt, werden die beinhaltenden UPE- Aufschläge in der Regel ohne Weiteres durch den Haftpflichtversicherer bezahlt.

In vielen Fällen hat der Geschädigte auch bei so genannter fiktiver Abrechnung Anspruch auf Erstattung der UPE- Aufschläge. In wie weit die UPE- Aufschläge auch in diesen Fällen zu ersetzen sind, hängt maßgeblich von den entsprechenden regionalen Vertragswerkstätten (also ob bei einer konkreten Abrechnung tatsächlich UPE- Aufschläge anfallen würden) sowie von der örtlichen Rechtsprechung ab, diese ist jedoch uneinheitlich.

 

Kostenpauschale:

 

Bei einem Unfallschaden entstehen dem Geschädigten in der Regel Aufwendungen, (Schreibkosten, Porto, Telefonate usw.) die durch die Kostenpauschale abgegolten werden.

Kostenpauschale ist eine pauschalierte Abfindung für Aufwendungen, bei denen auf den Einzelnachweis der tatsächlich entstandenen Aufwendungen verzichtet wird.

Die Höhe der Kostenpauschale bewegt sich derzeit im Rahmen von 25,00 Euro.

Höhere Kosten sind von der regulierenden Haftpflichtversicherung zwar erstattungsfähig, müssen jedoch explizit nachgewiesen werden.

 

An- und Abmeldekosten:

 

Im Totalschadenfall sind die anfallenden Anmelde- und Abmeldekosten für den Fahrzeugwechsel als separate Schadenposition zu betrachten. Entweder werden die angefallenen Kosten (mit Rechnung) nachgewiesen oder aber es besteht die Möglichkeit der Geltendmachung über eine sogenannte An- und Abmeldepauschale (derzeit bis zu ca.90,00 €).

Erstattungsfähig sind auch die Kosten bei Inanspruchnahme von Dienstleistern, z.B. als Service des Autohauses oder von Gewerblichen Zulassungsdiensten.

 

Umbaukosten:

 

Liegt ein Totalschaden vor, ergibt sich oft die Frage nach dem Umbau von Sondereinbauten. Besonders hochwertige Audio- oder Videoeinbauteile, die zur Wiederverwendung geeignet sind, werden im Falle eines Totalschadens von den Kfz-Gutachter oft nicht in die Bewertung für Wiederbeschaffung und Reste einbezogen, weil viele Fahrzeugbesitzer diese Geräte in das Folgefahrzeug mitnehmen wollen.

Die Umbaukosten gehören zum Gesamtschaden und müssen vom Unfallgegner, bzw. von der Regulierungspflichtigen Versicherung, erstattet werden.

Ob diese Forderung konkret nachgewiesen werden muss z.B. mit Rechnung oder auf fiktiver Basis geltend gemacht werden kann, ist in der derzeitigen Rechtsprechung uneinheitlich.

 

Haftpflichtschaden:

 

Im Haftpflichtschadensfall ist der Schädiger verpflichtet, dem Unfallopfer gemäß § 249 BGB den Schaden zu ersetzen, den er unfallbedingt erlitten hat. Der Unfallgeschädigte ist so zu stellen, wie er stehen würde, wenn der Unfall nicht eingetreten wäre. Im Haftpflichtschadenfall tritt nach dem Pflichtversicherungsgesetz die Haftpflichtversicherung an die Stelle des Schädigers des Unfallbeteiligten (§ 3 Pflichtversicherungsgesetz). Beim Haftpflichtschadensfall werden Schadenersatzansprüche geltend gemacht. Hier ist es sinnvoll einen freien Sachverständigen zur Begutachtung des Fahrzeuges vom Anspruchsteller zu beauftragen.

 

Kaskoschaden:

 

Bei einem Kaskoschadensfall hat der Versicherungsnehmer bei einem selbst verschuldeten Unfall nach den Versicherungsbedingungen Anspruch auf Ersatz der unfallbedingten Schäden. Es handelt sich hier ausschließlich um vertragliche Ansprüche, die streng zu trennen sind von den Schadenersatzansprüchen im Haftpflichtschadensfall. Die Höhe der Leistung richtet sich nach den Versicherungsbedingungen (Kaskobedingungen). Der Versicherungsnehmer hat die vereinbarte Selbstbeteiligung zu tragen. Hier wird durch die Versicherung ein Sachverständiger beauftragt.

 

 

 

 

 

 

Diese kleine Begriffs-Sammlung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Sie wird von Zeit zu Zeit erweitert und Inhaltlich überprüft. Aus dieser Sammlung können keine Rechtsansprüche hergeleitet werden, es wird keine Haftung für den Inhalt übernommen.

 

 

 

 

 

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